Fissurenversiegelung
Kurz erklärt
Bei der Fissurenversiegelung werden die feinen Rillen und Grübchen (Fissuren) auf den Kauflächen der Backenzähne mit einem dünnfliessenden Kunststoff verschlossen. So lagern sich dort weniger Bakterien an, und das Kariesrisiko an diesen schwer zu reinigenden Stellen sinkt.
Warum Kauflächen besonders gefährdet sind
Das Wichtigste auf einen Blick
- Fissuren sind feine Rillen auf den Kauflächen der Backenzähne
- Sie sind so eng, dass Borsten sie kaum erreichen
- Dort sammeln sich leicht Beläge – ein häufiger Kariesort
- Die Versiegelung glättet die Fläche und erleichtert die Reinigung
Die Kauflächen der Backenzähne sind von Natur aus zerklüftet. In den engen Fissuren bleiben Speisereste und Plaque leicht hängen, während die Zahnbürste kaum hineinreicht. Deshalb entsteht hier besonders häufig Karies – vor allem bei Kindern und Jugendlichen kurz nach dem Zahndurchbruch.
Ablauf und Nutzen
Die Versiegelung ist schmerzfrei und erfolgt ohne Bohren:
- Der Zahn wird gereinigt und trockengelegt.
- Die Kaufläche wird angeraut und der dünnfliessende Kunststoff aufgetragen.
- Der Kunststoff wird mit Licht gehärtet und der Biss kontrolliert.
Besonders sinnvoll ist die Versiegelung bei den bleibenden Backenzähnen von Kindern. Sie ergänzt – ersetzt aber nicht – gute Mundhygiene und Fluorid.
Häufige Fragen
Für wen ist eine Fissurenversiegelung sinnvoll?
Besonders für Kinder und Jugendliche nach dem Durchbruch der bleibenden Backenzähne, wenn die Fissuren tief und schwer zu reinigen sind. Auch bei Erwachsenen mit erhöhtem Kariesrisiko kann sie sinnvoll sein.
Hält eine Versiegelung dauerhaft?
Versiegelungen können sich mit der Zeit abnutzen oder teilweise ablösen. Bei den Kontrollterminen wird geprüft, ob sie noch intakt ist, und bei Bedarf nachgebessert.
Tut die Fissurenversiegelung weh?
Nein. Die Versiegelung erfolgt ohne Bohren und ohne Betäubung und ist schmerzfrei.