Alveolitis (Wundheilungsstörung)
Kurz erklärt
Die Alveolitis („trockene Alveole") ist eine schmerzhafte Wundheilungsstörung, die einige Tage nach einer Zahnextraktion auftreten kann. Dabei geht das schützende Blutkoagel im leeren Zahnfach verloren, der Knochen liegt frei und entzündet sich. Typisch sind starke, pochende Schmerzen.
Anzeichen und Ursachen
Das Wichtigste auf einen Blick
- Starke Schmerzen einige Tage nach dem Ziehen
- Leeres, schlecht heilendes Zahnfach, oft übler Geschmack
- Begünstigt durch Rauchen und Ausspülen der Wunde
- Keine ausreichende Gerinnselbildung
Normalerweise schützt ein Blutkoagel das Zahnfach nach dem Ziehen und leitet die Heilung ein. Geht dieses Gerinnsel verloren oder bildet es sich nicht richtig, liegt der Knochen frei und entzündet sich – das verursacht die typischen, oft erst nach zwei bis vier Tagen einsetzenden starken Schmerzen. Begünstigend wirken Rauchen, kräftiges Spülen und Saugen an der Wunde.
Behandlung und Vorbeugung
Die Behandlung erfolgt beim Zahnarzt: Die Wunde wird gereinigt und mit einer schmerzlindernden, desinfizierenden Einlage versorgt, oft mehrfach. Die Beschwerden lassen danach meist rasch nach. Vorbeugen lässt sich durch die empfohlene Nachsorge: in den ersten Tagen nicht rauchen, nicht kräftig spülen und die Wunde schonen.
Häufige Fragen
Was ist eine Alveolitis?
Eine schmerzhafte Wundheilungsstörung nach einer Zahnextraktion, bei der das schützende Blutkoagel im Zahnfach verloren geht. Der Knochen liegt frei und entzündet sich, was starke Schmerzen verursacht.
Wann tritt eine Alveolitis auf?
Meist zwei bis vier Tage nach dem Ziehen, wenn die ersten Beschwerden eigentlich abklingen sollten, stattdessen aber starke, pochende Schmerzen einsetzen. Dann sollte man die Praxis aufsuchen.
Wie kann man einer Alveolitis vorbeugen?
Durch die empfohlene Nachsorge: in den ersten Tagen nicht rauchen, nicht kräftig spülen oder saugen und die Wunde schonen, damit das schützende Blutkoagel erhalten bleibt.