Zahnimplantate aus Titan oder Zirkonoxid-Keramik

Die Zahnmedizin und im Besonderen die Implantologie hat sich rasch entwickelt, denn was gestern noch Stand der Dinge war, ist heute nicht mehr optimal.

In der Zahnmedizin gibt es auf bestimmten Teilgebieten rasante Fortschritte, so bei den Zahnimplantaten und in der Implantologie bzw. Zahnimplantation die eine rasche Entwicklung erfahren hat zu Gunsten der Lebensqualität. Beim abzeichnenden Kieferknochenabbau ist es wichtig, dass man sich frühzeitig für eine Zahnsanierung mit Zahnimplantate entschliesst, solange noch endständige Zähne vorhanden sind, auch wenn diese stark geschädigt sind, denn diese Zähne können bei einem festsitzenden Provisorium für einige Monate während Einheilzeit der Implantate im Besonderen bei einem Kieferknochenaufbau gute Dienste leisten.

Zahnimplantate, Zahnimplantation, ZahnwurzelersatzVon der Erfüllung eines Traums, nach Zahnverlust neue Zähne wachsen zu lassen, sind wir jedoch noch weit entfernt. Im Bereich der Einpflanzung künstlicher Zahnwurzeln hat sich in den letzten Jahren enorm viel gebessert. 1975 gab es noch Zweifel, ob diese Zahnimplantate überhaupt vom Körper angenommen werden, und wenn ja, ob diese genügend belastbar und auch langfristig erhaltbar sind. Mittlerweile sind mehrere Millionen von Zahnimplantaten als Zahnwurzelersatz zur vollen Zufriedenheit der Zahnpatienten gesetzt worden.

Die meisten Implantate sind Schraubenimplantate die aus Titan bestehen, denn Titan hat eine hohe Gewebeverträglichkeit wie auch das Keramikimplantat aus Zirkoniumdioxid, das eine Alternative zum Titanimplantat darstellt und meist als Zirkonimplantat bezeichnet wird. Keramik Zahnimplantate sind wie Titanimplantate Gewebefreundlich, was in der Zahnmedizin als Biokompatibilität bezeichnet wird, womit die Bioverträglichkeit gemeint ist. Titanimplantate haben meist eine Zylinderform oder auch ein kegelförmiges Aussehen. Zudem hat Titan gute biomechanische Eigenschaften, um kleine bruchfeste Implantatkörper herzustellen, was für gute Langzeitergebnisse eine ideale Kombination ist. Im Laufe der Zeit wurden unterschiedlichste Implantatdesign entwickelt und eingesetzt, doch bewährt und durchgesetzt haben sich vor allem Schraubenimplantate und Zylinderimplantate die in unterschiedlichen Längen und Durchmessern angeboten werden, um den individuellen Erfordernissen der einzelnen Zahnpatienten gerecht zu werden.

Grundlage für Zahnimplantate

Grundlage für das Einsetzen von Zahnimplantaten ist eine vorausgehende genaue Untersuchung vom Kieferknochen als Fundament.

Für das Einsetzen von Zahnimplantaten muss abgeklärt werden, ob der Zahnersatz festsitzend, bedingt abnehmbar oder bedingungslos abnehmbar gestaltet werden soll.

Kieferknochen, Einzelimplantat das besteVoraussetzungen für eine erfolgreiche Zahnimplantation sind der Allgemeinzustand, Kieferknochenmenge sowie die Bereitschaft zu einer guten Mundhygiene. Anhand der Ergebnisse erhält der Patient Behandlungsvorschläge, die auch die zu erwartenden Kosten beinhaltet. Ein Zahnersatz wie Zahnprothesen und Zahnbrücken kann die gesunden Nachbarzähne und den Kieferknochen beeinträchtigen, denn bei einer Zahnlücke fehlt der Kaudruck durch den Zahn oder das Zahnimplantat auf den Kieferknochen, was ein Kieferknochenschwund bewirken kann.

Bei stark reduziertem Knochenangebot muss zunächst ein Kieferknochenaufbau durch eine Sinusliftoperation erfolgen.

Zahnimplantate mit Zahnersatzaufbau

Entzündungen im Mundraum oder Parodontose müssen vorgängig vom Zahnarzt behandelt werden, da ein Zahnersatz vor einer Ausheilung nicht eingesetzt werden kann.

Zahnimplantate mit Zahnersatzaufbau bedeutet, eine Teamarbeit zwischen Zahnimplantologe, Zahnarzt und Zahntechniker.

Implantat, Abutment, Krone. ZahnimplantataufbauDer Zahnchirurg setzt die Zahnimplantate nach der Zahnbehandlungs-Planung von Zahnarzt, sofern keine Entzündung und Entzündliche Erkrankungen vom Zahnfleisch im Mundraum vorhanden ist und der Zahntechniker fertigt den Zahnersatzaufbau. Der Zahntechniker hat die Aufgabe, alle zahntechnischen Werkstücke herzustellen und vorzubereiten, die benötigt werden, um eine zahnärztliche Behandlungen erfolgreich durchzuführen. Dazu gehören alle Arten von Zahnersatz wie Zahnprovisorium, Zahnkronen, Zahnbrücken und Zahnprothesen. Wichtig dabei ist, dass der Zahnarzt und das Zahntechniker-Team Hand in Hand arbeiten. Nicht zu vergessen ist, dass die Arbeit des Zahntechniker-Teams ebenso wichtig ist wie die Arbeit vom Zahnarzt. Wenn ein Zahn- Technisches-Labor in der Lage ist, ästhetisch hervorragenden Zahnersatz zu fertigen, trägt dies massgebend zum Erfolg der Zahnbehandlung bei. Die Arbeit vom Zahnarzt, Zahnimplantologe und Zahntechniker ist eine Team-Arbeit, denn es ist wichtig, dass Zahnarzt und der Zahnchirurg der die Zahnimplantate setzt gute Arbeit leisten. Bei zu kleinem Abstand oder bei einem schräg gesetzten Zahnimplantat ist es für den Zahntechniker schwierig, etwas Ansehnliches zu machen.

Beim Zahnimplantat-Preis muss meist immer die Implantatkrone und Implantat-Zubehör wie "Implantathals" (Abutment) und Implantataufbau bzw. Suprakonstruktion hinzugerechnet werden, denn die Suprakonstruktion ist in jeden Gebiss sehr unterschiedlich wie auch die Zahnstellung der Nachbarzähne.

Einzelzahnersatz

Als Einzelzahnersatz bezeichnet man das Einzelzahnimplantat mit Implantatkrone.

Das Einzelimplantat ist der optimalste festsitzende Zahnersatz und ist eine Alternative zur konventionellen Zahnbrücke. Beim Einzelzahnersatz müssen die Nachbarzähne nicht beschliffen werden, wie bei der herkömmlichen Methoden, um eine Zahnlücke durch eine Zahnbrücke zu schliessen. Einzelzahnversorgung bedeutet, ein Implantat für jeden verlorenen Zahn. Das Zahnfleisch legt sich bei einer optimalen Ausgangssituation im harmonischen Verlauf an die Zahnkrone an, so dass nichts mehr auf den Zahnverlust hindeutet. Es ist allerdings sehr oft der Fall, dass durch chirurgische Eingriffe ein Weichgewebsmanagement durchgeführt werden muss, um einen ästhetischen Übergang von Zahn zum Zahnfleisch erreichen zu können, im Besonderen im sichtbaren Frontzahnbereich.

Schraubenimplantat

Zahnimplantate werden meist als Schraubenimplantate in den Kieferknochen eingesetzt, wo sie mit dem Kieferknochen verwachsen.

Das Implantat ist beim Zahnarzt eine "künstliche" Zahnwurzel aus Titan oder Zirkonoxid, das im Volksmund meist nur als Zirkon bezeichnet wird und ist ein Zahnwurzelersatz. Zahnimplantate haben meist ein schraubenförmiges oder zylindrisches Design, die dem darauf angebrachten Zahnersatz wie den Zahnkronen, Zahnbrücken oder Zahnprothesen einen festen und sicheren Halt bietet.

Implantatkrone, Schraubenimplantat, TitanimplantatBei Zahnverlust durch einen Zahnunfall oder eine Zahnerkrankung ist das Zahnimplantate eine vorteilhafte Alternative zur Zahnbrücke oder Zahnprothese. Beim Schraubenimplantat handelt es sich um ein Zahnimplantat mit zylinderförmigem Schraubengewinde als Titan-Implantat oder Keramikimplantat. Zahnimplantate bieten eine vielfältige und individuelle Lösung wenn man einen, mehrere oder alle Zähne verloren hat, denn Implantate übernehmen die gleiche Funktion wie die eigenen Zahnwurzeln, da sie mit dem Knochen direkt verwachsen. Schraubenimplantate haben die Grundform von einem Zylinder mit einer Verjüngung um ein besseres Eindrehen in den Kieferknochen zu ermöglichen, doch sie benötigen für ihren Sitz viel Platz, der meist nicht vorhanden ist. Der Implantologe entscheidet im Einzelfall anhand vom Kiefer, welche Form von Implantat am geeignetsten ist, denn nebst Schraubenimplantaten gibt es verschiedene Kieferimplantate, so auch Nadelimplantate oder Blattimplantate.

Extensionsimplantate wie die Blattimplantate, Klingenimplantate oder Nadelimplantate gehören wegen ungenügender Belastung der Vergangenheit an, im Gegensatz zu den günstigen Mini-Implantaten, die einer Totalprothese einen festen Halt geben kann.

Implantate im Zahnlosen Kiefer

Viele Prothesenträger klagen über einen schlechten Sitz oder schmerzhafte Druckstellen.

Probleme lösen mit Haftmittel oder mechanische Hilfen bei totalem Zahnersatz sind meist nur vorübergehend zufriedenstellend und nicht für längere Zeit. Bei diesen Problemen können nur Zahnimplantate im Kiefer Abhilfe schaffen. Der Tragekomfort kann mit Zahnimplantaten erheblich gesteigert werden bzw. bei einer auf Zahnimplantaten abgestützten Zahnprothese (Prothese auf Implantaten) spürt man keinen Unterschied zu den vorangehenden eigenen Zähnen.

Den Halt einer Zahnprothese verbessern

Den Halt einer schlecht sitzenden Prothese kann man mit Implantaten verbessern, wenn Eindrücke auf der Mundschleimhaut durch zu grosser Druck beim Kauen mit einer wackelnden Zahnprothese entsteht, was im Besonderen im Unterkiefer durch einen schmalen Kieferkamm der Fall ist. Im Vergleich zur Teilprothese ist bei einer Totalprothese das Erzeugen vom Halt in der Mundhöhle für eine gute Kaufunktion und Sprechfunktion sehr viel schwieriger oder bei einer Prothesenunverträglichkeit sogar unmöglich. Der Halt kann in schwierigen Fällen nur mit Zahnimplantaten oder Mini-Implantaten verbessert werden, nicht aber für längere Zeit mit Haftmittel für Prothesen. Mit der Zeit kann eine lockere Zahnprothese das Zahnfleisch und die Mundschleimhaut stark irritieren, was zu Verletzungen mit entzündlichen Prozessen führen kann.

 Häufig im zahnlosen Unterkiefer min. 2, besser 4 Implantate
 Im Oberkiefer aufgrund der weicheren Knochenstruktur min. 4 Implantate
 Prothesenverankerung über Stegverbindung miteinander verbinden
 Sofortbelastung aufgrund der hohen Primärstabilität ist möglich
 Vier bis acht Implantate braucht es für den nicht herausnehmbaren Zahnersatz

Zahnimplantate bei stark reduzierter Bezahnung

Bei stark reduzierter Bezahnung braucht es eine Vermehrung der Zahnpfeiler durch Zahnimplantate, auf die der Zahnersatz abgestützt wird.

Es besteht die Möglichkeit, durch Zahnimplantate einen festen, nicht herausnehmbaren Zahnersatz einzusetzen. Teils wird Zahl der Implantate wegen den Kosten oder ungenügendem Knochenangebot limitiert, so dass eine feste prothetische Versorgung nicht möglich ist. Wenn die Zahl der Implantate limitiert ist, kann die abnehmbare Zahnbrücke eine gute Lösung sein, die auf Pfeilerzähnen ruht, so auch auf einem Zahn und einem Zahnimplantat, wo der Zahnarzt dann nicht von einer Implantatgetragenen Brücke, sondern von Hybridprothetik bzw. von einer Kombinationsbrücke, Hybridbrücke oder Verbundbrücke wie auch von einer Hybridprothese spricht, wenn es sich um einen herausnehmbaren Zahnersatz handelt.

Zahnimplantate für kleine und grosse Zahnlücken

Das Einzelzahnimplantat mit Krone kann als festsitzender Zahnersatz ein Zahn ersetzten. Wenn mehr als ein Zahn in direkter Nachbarschaft fehlt, kann von einer grossen Zahnlücke gesprochen werden, die durch Einzelzahnersatz oder einer Brücke auf Implantaten geschlossen werden kann, wenn mehr als zwei fehlende Zähne ersetzt werden müssen. Durch eine angefertigte Zahnbrücke kann eine verkürzte Zahnreihe (Freiendsituation) mit Hilfe künstlicher Zahnwurzeln eine Freiendlücke geschlossen werden. Der Zahnarzt spricht dann meist von einer Freiendbrücke, Extensionsbrücke oder Endpfeilerbrücke, denn eine Freiendprothese als Teilprothese ist meist ungünstig, da das nicht abgestützte Freiendteil der Schleimhaut auf liegt und damit auch der Kaudruck, im Gegensatz zur Brücke auf Implantaten als künstliche Zahnwurzeln.

Implantatgetragene Zahnbrücke

Implantatbrücke, Zahnbrücke auf ImplantatenFür die Implantatgetragene Zahnbrücke braucht es min. zwei Implantate als Brückenpfeiler, um als "fester Zahnersatz" mehr als zwei fehlende Zähne zu ersetzen. Wenn Zahnimplantat und natürlicher Zahn als Pfeiler gemeinsam benutzt werden, um Zähne zu ersetzen spricht man von einer Hybrid-Brücke.

Vorteile der Implantate und "Implantatbrücken"

Die Vorteile der Implantate als künstliche Wurzeln sind gegenüber Zahnprothesen sehr gross, jedoch als Zahnwurzelersatz nicht besser als die eigene Zahnwurzel.

Verbesserte Kaukraft durch Implantate
Verbessertes Sprechen / Phonetik durch Zahnimplantate
Verringerter den Kieferknochenabbau (Kieferknochenschwund)
Implantat verbessert den Halt der Prothese
Implantat kann Druck auf die Mundschleimhaut verringern
Verbesserung der Ästhetik und Lebensqualität durch Implantate
Durch Implantate ist kein Beschleifen (Präparation) der Nachbarzähne notwendig
Implantat ermöglichen festen Prothesenhalt
Implantat kann Vollprothese stabilisieren
Implantate bilden mit Knochen einen sicheren Verbund
Implantate gelten als sicherer und dauerhafter

Wie viele Zahnimplantate werden benötig

Ein stabiles Zahnimplantat kann mehrere Zähne stützen.

Die Belastbarkeit der Implantate ist von der Ausgangslage vom Kieferknochen abhängig, so von der Knochendichte, seiner Breite, Höhe und Festigkeit wie auch der Stellung im Zahnbogen. Entscheidend ist, ob das Zahnimplantat einen festsitzenden oder einen herausnehmbaren bzw. auf der Schleimhaut getragenen Zahnersatz halten muss. Beim zahnlosen Kiefer werden im Normalfall vier Zahnimplantate gesetzt. Eine Lösung mit zwei Zahnimplantaten verbessert zwar den Halt, bietet aber weniger Stabilität als vier Zahnimplantate.

Anzahl, Zahnimplantate, Kieferknochen, ImplantatWenn die Lösung festsitzend sein soll, damit der Zahnersatz zur Reinigung durch Riegel, Schrauben oder Schieber entfernt werden kann, werden im Unterkiefer je nach Knochenqualität bis sechs und im Oberkiefer bis acht Implantate benötigt. Die Anzahl Implantate muss individuell bestimmt werden, denn die Lösung ist in Abhängigkeit und der Rekonstruktion im Mund, wobei die Anzahl Implantate den Tragkomfort vom Zahnersatz steigert. Massgebend für die Anzahl Implantate ist die Position der natürlichen Zähne wie auch die Länge und der Durchmesser vom Implantat sowie der jeweiligen Situation wegen der Kaubelastung.

Die Position vom Zahnimplantat kann vor dem Eingriff unter Hilfe einer Computertomographie (CT) bzw. 3D Tomogramm (TACT) oder einer Digitalen 3D Volumentomographie (DVT) bei der dreidimensionalen Planung am Computer festgelegt werden. Wie viele Zahnimplantate benötig werden (notwendige Implantate) muss der Zahnarzt in Absprache mit dem Zahnpatienten entscheiden, denn die optimalste Lösung wäre, für jeden fehlenden Zahn ein Zahnimplantat, doch aus wirtschaftlichen Gründen (Kosten für Zahnimplantate) ist dies meist nicht durchführbar.